On The Road With Berengar – Summertime Warm-Up, 20.05.2016

Ab und zu bin ich mit meiner kleinen Band Berengar unterwegs und musiziere wild herum. Manchmal passieren dabei witzige Dinge, manchmal passieren dabei frustierende Dinge, oft passiert aber auch eine lange Zeit gar nichts. In Zukunft werde ich manches davon festhalten.

20.05.2016 – Summertime Warm-Up, Riptide Braunschweig

Als junge, unbekannte Band an Auftritte zu kommen ist gar nicht so leicht. Aus diesem Grund findet man sich irgendwann damit ab auch Contests zu bespielen. Zuerst ist man sogar noch aufgeregt und excited darüber, dass man vielleicht die Möglichkeit hat mit Herrenmagazin auf einem Festival zu trällern oder vielleicht zum Melt! zu fahren, doch spätestens, wenn man ein paar Contests hinter sich gebracht hat legt sich diese Vorfreude. Viele dieser Wettbewerbe basieren auf Zuschauervotings und logischerweise gewinnt dort die Band, welche die meisten Zuschauer mitbringt. Wenn nun eine teilnehmende Band aus der Stadt kommt, in dem der Wettbewerb stattfindet, dann hat diese wohl größere Chancen sich durchzusetzen. Was ich damit sagen will ist, dass die Qualität der Bands selten eine Rolle spielt, eher wer schon die meisten Fans hat. Der Festivalveranstalter freut sich ja auch, wenn ein paar Leute mehr das Festival besuchen. Aber mehr dazu bald auf Herzmukke, ich wollte eigentlich einen Konzertbericht schreiben.

Freitag, 15:30: Treffpunkt Moritz‘ Haus, Peine. Wir alle treffen halbwegs pünktlich ein und beladen den kleinen Golf, der heute unsere Kutsche sein wird, mit dem Zeug, dass wir versprachen mitzunehmen. In diesem Fall ein riesiger Bassverstärker, ein Gitarrenverstärker, ein riesiger Basskoffer (Yannik, wir alle hassen deinen Basskoffer) und zwei Gitarren plus Effektgeräte. Zusätzlich dazu müssen auch noch vier Leute mitfahren. In solchen Situationen muss man einfach seine Tetris-Vergangenheit herauskramen und so gut stopfen wie möglich. 20 Minuten später und ich finde mich eingepfercht auf der Rückbank zusammen mit Tschirch, die Beinfreiheit ist durch den sperrigen Basskoffer auf unserem Schoß extrem eingeschränkt und der Wagen heizt sich auf wie eine Sauna. Zum Glück fahren wir nur 25 Minuten. Nach einem kurzen Intermezzo in Yanniks Wohnung müssen wir uns auch schon auf den Weg zum Riptide machen, also begeben Jana (unsere Fahrerin) und ich uns auf die Suche nach einem Parkhaus und werden am Eiermarkt in Braunschweig auch fündig. Dass dort zu parken keine brilliante Idee war, wussten wir zu dem Zeitpunkt leider nicht (mehr dazu später). Nach dem üblichen Schleppen beginnt der Teil des Bandlebens, den du sehr oft erleben wirst: WARTEN. Und was macht man, wenn man drei Stunden warten muss, der Soundcheck verwehrt wird („Ach, das machen wir dann direkt davor, das passt schon“) und du dich nicht zu weit entfernen möchtest? Richtig, den Kasten anfangen, den der Veranstalter zur Verfügung gestellt hat. Nachdem man dies ungefähr 2,5 Stunden getan hat und ein letztes Mal das Pissoir mit dem kleinen Fußballtor drin (sehr nice!) besucht hat, ist man dann auch mal dran und darf 25 Minuten Musik zum besten geben. Trotz extremen Platzmangels (das Riptide ist eigentlich ein kleiner Plattenladen) und extremen Motivationsmangels bei einem Großteil der Band, legen wir eine ziemlich solide Show hin und haben dann doch großen Spaß dabei.

Man könnte denken nach dem Auftritt beginnt der entspannte Teil bei dem man einfach ein paar Bier trinkt und sich unterhält. Das hätte auch stimmen können, wären wir nicht so wie wir sind. Wir wollen also unser Zeug zurück ins Auto bringen und machen uns auf den Weg zur Tiefgarage, doch nun stehen wir vor einer verschlossenen Glastür, die uns sagt, dass dieses Parkhaus um 21 Uhr schließt. Halb so wild, 150 Meter links gibt es einen Nachteingang. Doch das Problem wird nicht gelöst, denn durch den Nachteingang kommt man nur mit seiner Parkkarte. „Oh … die hab ich im Auto gelassen“, bemerkt Jana. Entsetzen macht sich breit bei dem Gedanken das ganze Zeug zurück zu Yanniks Wohnung schleppen zu müssen. Unsere Rettung kommt in Form einer Freundin, die uns anbietet unser Equipment zu fahren, nun müssen wir uns nur noch selbst zur Wohnung schleppen. Zurück im Riptide kommt die Bekanntgabe des Siegers, unüberraschenderweise nicht wir, wir haben noch einen schönen Abend und dürfen netterweise als Besucher umsonst auf das Festival (Dankeschön dafür liebes Summertime Festival). Alles in allem war es ein schöner Abend mit netten Menschen.

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