On The Road With Berengar – Eulenmarkt Peine 2016

Ab und zu bin ich mit meiner kleinen Band BERENGAR unterwegs und musiziere wild herum. Manchmal passieren dabei witzige Dinge, manchmal passieren dabei frustierende Dinge, oft passiert aber auch eine lange Zeit gar nichts.

Es war mal wieder soweit. In Peine stieg dieses Wochenende das jährliche Altstadtfest, welches natürlich einen unglaublichen Namen braucht. Da die Eule das Wappentier der Stadt ist, lag Eulenmarkt bzw. Eulenfest wohl relativ nah. Relativ kurzfristig wurden wir eigentlich nachträglich gefragt, ob wir Lust hätten auf der Bühne für die regionalen Bands zu spielen und da der Eulenmarkt schon letztes Jahr gut zu uns war, haben wir uns natürlich nicht lumpen lassen.

18:30 Uhr Stagetime, also 17 Uhr da sein, daher Treffpunkt Moritz‘ Haus 16:30 Uhr:

Pünktlich wie immer treffen wir also bei Moritz ein und laden ganz fix unser Zeug an, von dem wir dieses Mal nicht allzu viel mitbringen müssen und düsen los in die Innenstadt. Da wir die erste Band an diesem Tag sind, haben wir keinerlei Zeitdruck und dementsprechend gemütlich beginnen wir auch aufzubauen. Wir haben ja schließlich genug Zeit, richtig? Naja, nicht wirklich, aber gut für unseren Blutdruck, dass wir immer so denken. Es lief auch eigentlich alles ganz gut bis Moritz auffällt: Oh, ich habe mein Effektgerät zuhause vergessen. Gut, doof gelaufen, aber nicht schlimm, wir haben ja schließlich genug Zeit. Während Moritz also wieder nach Hause düst, bauen wir weiter unser Zeug auf und wollten auch eigentlich schon mal mit dem Soundcheck anfangen. Plötzlich: Oh, der Bassverstärker funktioniert nicht richtig. Macht nichts wir haben genug Zeit, also tauschen wir ihn einfach aus. Zack fertig, ausgetauscht und läuft. Der Bass wir nun also gesoundcheckt und alles funktioniert gut und klingt schön. Das nächste Malheur lässt aber nicht lange auf sich warten und das Mikrofon vor meinem Amp ist nicht eingestöpselt – wieder ein paar Minuten verloren. Moritz trifft ein während gerade das Schlagzeug dran ist mit dem Soundcheck und nachdem auch sein Verstärker erst Probleme machte, funktioniert nun alles einwandfrei und wir können einen vernünftigen Soundcheck machen. Aufgrund des nun doch hohen Zeitkonsums bleibt keine Zeit mehr, um den gewünschten Pegel aufzutreiben, also muss ich mir bei #1 Fangirl und Manager Julius Bier schnorren. Noch schnell zu Ende gesoundchecked und mit einer Restzeit von acht Minuten bis zum Beginn der Show hinter Bühne verschwunden.

Das Set wird dann erstaunlich gut, für die Uhrzeit erscheinen relativ viele Leute, die uns zuhören wollen und wir verhauen zwar den 7/4 Takt in einem Song, aber das fällt fast keinem auf und wir werden nicht sang und klanglos von der Bühne gebuht. Nach der Show kommen tatsächlich Leute an, die eine CD kaufen wollen und wir sollen diese auch noch unterschreiben. So muss sich Justin Bieber immer fühlen. Problem nur, wenn man keinen Stift dabei hat und erstmal ein paar Minuten suchen muss, aber die junge Dame scheint es nicht gestört zu haben. Gerade nochmal Glück gehabt. Man merkt Organisation ist definitiv eine unserer Stärken. Nachdem nun alle mit CDs versorgt sind und wir unser Equipment verstaut haben widmen wir uns dem was wir am besten können – Trinken. Wir schauen uns noch die großartigen Concrete Underpass an und fallen danach zufrieden ins Bett. Dankeschön Eulenmarkt, es war mal wieder eine Freude.

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