Erfahrungsbericht – BOSS DD-20 Giga Delay

Ich habe mir letzten Monat den wunderbaren BOSS DD-20 Giga Delay zugelegt und möchte dies nun Revue passieren lassen.

dd20

Ich kann vorweg sagen, dass ich mich schon bevor ich mir das DD-20 zugelegt habe, viel zu viel Zeit meines Lebens damit verbracht habe mich darüber zu informieren. Dies habe ich aber bereits in meinem vorigen Artikel zum Thema Effekte breitgetreten. Also schoss ich mir das Ding günstig auf ebay Kleinanzeigen und konnte kaum erwarten, bis es endlich eintraf. Ich finde es unglaublich schade, dass man das DD-20 nicht mehr direkt im Handel erwerben kann, da es scheint, dass BOSS alle Funktionen in das DD-500 verlegt hat. Das mag auch ein gutes Pedal sein, jedoch finde ich die Aufmachung und das Design unpraktisch. Zur Nutzung der Warp-Funktion zum Beispiel trete ich lieber auf einen Twin-Schalter, als auf einen üblichen, dünnen Metalknopf. Schade. Wo ich aber gerade bei der Warp-Funktion bin, kann ich auch gleich damit beginnen. Diese ist nämlich mein Lieblingsfeature und der hauptsächliche Grund, warum ich es unbedingt haben musste. Mit geschickten Volumeswells und richtig getimten Fußtritten in Verbindung mit einem Reverbpedal, kann man wunderschöne Klangflächen erzeugen. Wer sich das nicht vorstellen kann, der schaut sich nun dieses Video von Heisskalt an, in dem Gitarrist Phil zeigt, wie es geht.

Ein weiteres Feature des DD-20, was ich bemerkenswert und sehr nützlich finde ist, dass es nicht von selbst anfängt zu oszillieren. Ich habe vorher einen Analogen Delay für 30€ benutzt und zunächst fand ich es schick, dass dieser ab einer bestimmten Delaylänge oszilliert, schließlich war es meine erste Erfahrung mit Effekten. Doch wenn man nach einer Zeit gerne einfach nur einen langanhaltenden Delay hätte und es anfängt außer Kontrolle zu geraten, ist das eher unschön. Versteht mich nicht falsch, der Artec Analog Delay klang sonst echt schön, aber man merkt dann schon, was man von seinem Geld hat, wenn man so ein Boutiquepedal wie den Giga Delay kauft. Nun kann ich quasi einen endlos langen Delay erzeugen, doch das heißt nicht, dass mir die Oszillation verwehrt bleibt, denn mit dem Twist-Feature kann ich ganz einfach durch einen Tritt ein oszillieren auslösen und das auch noch kontrolliert, je nach Einstellung des Effekts. Absolut praktisch. Es gibt tatsächlich so viele Einstellungen, dass ich mich noch gar nicht mit allen ausführlich beschäftigt habe oder einen Nutzen für diese gefunden habe, was natürlich nicht heißt, dass es keinen gibt. Ich bin mir sicher, wer will, der findet Nutzen!

Mehr nützliches hab ich auch nicht zu sagen, außer vielleicht das: Wer auf der Suche nach einem vielseitigen Delay ist, der kommt fast nicht an dem DD-20 oder dessen Nachfolger dem DD-500 vorbei. Da der Giga Delay nun nicht mehr produziert wird, kriegt man ihn sogar relativ günstig in den Kleinanzeigen. Auch wenn dabei wahrscheinlich etwas Geduld nötig ist. Wer aber die Chance die Hände um diese Schönheit zu legen, sollte sie sich nicht entgehen lassen.

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