On The Road With Berengar – Salzgitter Altstadtfest, 18.06.2016

Ab und zu bin ich mit meiner kleinen Band BERENGAR unterwegs und musiziere wild herum. Manchmal passieren dabei witzige Dinge, manchmal passieren dabei frustierende Dinge, oft passiert aber auch eine lange Zeit gar nichts.

Berengar ESF

Wir waren mal wieder unterwegs, diesmal in dem beschaulichen Örtchen Salzgitter, wo das alljährliche Altstadtfest stattfand. Nach einer kurzen Irrfahrt und einer beinahe Kollision mit einem anderen Wagen trafen wir dann doch alle unversehrt auf dem Konzertgelände ein und staunten über die für unsere Verhältnisse große Bühne. Man muss dazu sagen, dass wir eigentlich nicht viel Arm- und Beinfreiheit gewohnt sind und immer drauf achten müssen, dass wir uns nicht gegenseitig mit unseren Gitarrenhälsen aufspießen oder das komplette Schlagzeug abräumen von daher wusste ich zumindest anfangs nicht, was ich denn mit all dem Freiraum anfangen soll. Eine weitere Frage, die ich mir stellte war, ob jemals so viele Menschen vor die Bühne kommen werden, wie vorgesehen, da der Platz echt riesig war (Spoiler: Nein).

Wenn es nicht der Ruhm ist, für den es sich lohnt Musiker zu werden dann ist es was anderes, etwas viel besseres: Backstage Catering. Es gibt nichts schöneres, als Menschen zu sehen, die sich überteuert ein Bier am Stand kaufen und dann einfach in den Backstage zu taumeln und sich das zehnte kühle Blonde aus der Kiste zu nehmen. Wenn es dazu dann auch noch belegte Brötchen gibt ist man sich absolut sicher, dass Musiker sein doch das einzig wahre Leben ist. Eine große Gefahr besteht dann nur darin, dass du deinen Alkoholkonsum falsch einschätzt und vollkommen betrunken auf die Bühne steigst. Während wir unser Equipment aus dem Auto schleppten bemerkten wir zum wiederholten Mal wie entspannt es doch wäre, wenn man Roadies hätte. Dann könnten wir uns auf unsere Qualitäten konzentrieren, zum Beispiel Bier trinken oder schlechte Witze machen und dann Lärm auf der Bühne verursachen. Natürlich ist noch viel Zeit bis zum Auftritt, also schlendern  wir mit dem Backstagebier in der Hand ein bisschen über das Altstadtfest und sind fasziniert und auch ein bisschen verstört von der ffn-Bühne, die ihre Volontäre dazu zwingt die Kinder bei grässlichen Spielen zu beschäftigen, während Chartmusik aus dem MacBook, das allein auf der Bühne steht, dröhnt. Nur Morgenman Fränky war nicht da, schade. Noch schnell einen kostenlosen Spiegel (+Abzockabo) in die Hand gedrückt bekommen und schon ist man wieder zurück auf dem Konzertgelände, denn die erste Band legt nun los. Ein paar Bierchen später sind wir dran und für unsere Verhältnisse machen wir das ziemlich gut und legen eine Show hin, die ziemlich Rock n‘ Roll ist. Zwar müssen wir dank viel zu langem Soundcheck einen Song aus dem Set kurzfristig streichen, aber dennoch können wir den paar Leuten vor der Bühne das übliche verhaltene, verwirrte Klatschen entlocken. Mission accomplished. Am Ende des Tages steht ein 10€ Gutschein und Freibier. Ich würde echt gerne noch mehr schreiben, aber vieles weiß ich nicht mehr, da wir anschließend noch zum Abiball unserer ehemaligen Schule gefahren sind, sorry.

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